3 Tage Workshop
19. - 21. August 2019

Ziele

Wie wir leben wollen – und können!

In den Weiten des Weltalls ist Planet Erde der einzig uns bekannte, perfekt bewohnbare Lebensraum, unendlich groß, mit unerschöpflich vielen Ressourcen, die wir nur der Natur abzuringen brauchen, mit reichlich viel Platz für unseren Müll und mit unendlichen Möglichkeiten für Wachstum…

Vom „Klimanotstand“ zu einem alternativen Weltentwurf

Wir haben mehr als einen Klima-Notstand – wir haben einen Wahrnehmungsnotstand! Es fehlt noch an Globalverstand – der Fähigkeit, die Welt als das zu verstehen, was sie geworden ist: ein enges Raumschiff mit sehr vielen Passagieren!“

Wie in jedem Raumschiff gibt es auch auf der Erde natürliche Belastungsgrenzen. Die eskalierende Klimakrise, die Ausbeutung der Urwälder, der weltweite Verlust der Artenvielfalt, die leergefischten und sauren Meere sowie die ausgezehrten Böden sind nur verschiedene Symptom der gleichen Ursache: Der Planet Erde ist zu klein geworden, zumindest für die Konsumgewohnheiten der „global consumer class“. Und eben längst auch für die bisherigen Methoden von Wirtschaft und Politik. (Siehe dazu Kasten zu Globalverstand -> Link MEHR)

Wollen die Menschen der Erde in Frieden miteinander (und mit der Natur) auskommen, werden sie mehr denn je auf ihre eigentliche Stärke zurückgreifen müssen: gemeinsam auch die schwierigsten Aufgaben meistern zu können.

Noch in diesem Jahrhundert wird es sich zeigen, ob das große Gehirn des Menschen der evolutionäre Durchbruch oder doch nur ein tödliche Mutation gewesen ist.

Evolutionsbiologe Ernst Mayr 2002

Die Welt ist komplizierter als wir denken, dafür haben wir mehr Möglichkeiten als wir glauben!

Genau diese Möglichkeiten gilt es zu erkennen!
Die gute Nachricht unter all den besorgniserregenden Trends der sozialen und ökologischen Entwicklung lautet:
Klug organisiert, können im „Raumschiff Erde“ auch 10 Milliarden Menschen in Frieden untereinander und in Frieden mit der Natur ein „Gutes Leben“ führen.

Die wunsch-getriebene aber faktenbasierte Auseinandersetzung mit dem zukünftigen „Guten Leben mit fairem Anteil“ (=gedeckelten Ressourcen) soll Optimismus über die unendlich spannenden Möglichkeiten verbreiten.

Denn es darf weiter alles wachsen, was uns wichtig ist: Freude und Freunde, Wissen und Weisheit, Zeit für uns und unsere Liebsten, Spaß … alles darf wachsen, sogar in einem Ausmaß, das heute noch unvorstellbar ist.
Schrumpfen muss einzig und allein die Inanspruchnahme der Erde– als Rohstoffquelle und Müllhalde.

Es ist das bessere Leben, das wir beschreiben, es ist das Leben, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Workshop

Um diese Utopie Wirklichkeit werden zu lassen, haben wir  mit Unterstützung des UniNEtZ an der Universität für Angewandte Kunst eine dreitägige Workshop-Reihe angeboten, in der wir uns gemeinsam vergewissern, lernen und weiter geben, wie wir leben wollen (und können).

Unterlagen zum Workshop

Montag, 19.08.2019

Dienstag, 20.08.2019

 

1. Tag (19. August 2019, 9 – 16 Uhr, Universität für Angewandte Kunst Wien)

„Globalverstand. Das Gute Leben mit einem fairen Fußabdruck. Anleitung zu einem nachhaltigen Lebensstil. Für Welt-BürgerInnen und solche, die es werden wollen.“
Gemeinsam untersuchen wir die ökologischen Auswirkungen unseres Lebensstils und unserer Konsumentscheidungen. Diese werden auf einem Modell-Hektar visualisiert und bieten somit eine anschauliche Diskussionsgrundlage 
(von und mit Wolfgang Pekny – Plattform Footprint)

2. Tag (20. August 2019, 9 – 16 Uhr, Universität für Angewandte Kunst Wien)

„Gut leben und gut leben lassen: welche Gesellschaft brauchen wir das gute Leben? Mögliche Forderungen an eine nachhaltige Politik. Für Welt-Staats-Bürger und solche die es werden wollen.“ (von und mit Fritz Hinterberger – Universität für Angewandte Kunst & Scientist4Future sowie Carmen Frank und Harald Orthaber – FairNaWi)

3. Tag (21. August 2019, 9 – 16Uhr, Universität für Angewandte Kunst Wien)

„Wie verwandeln wir ein für uns wichtiges Thema mit einfachen Mitteln (Mobiltelefon, freie Apps) in einen starken Film?“
(von und mit Jörg Altekruse -youth4planet, Hamburg
).

Ergebnis der drei Tage sind Videos zum Teilen im Internet, zeigen auf internationalen Festivals und überall, wo sich engagierte Menschen mit Globalverstand begegnen.

Nach dem Workshop geht’s erst richtig los – und raus in die Welt!

Die TeilnehmerInnen bekommen unterstützendes Material (Vorlagen) an die Hand und treffen sich in ihren Teams und werden über Online-Webinare (per ZOOM) gecoacht und z.B. über Feedback bei ihrem Storytelling unterstützt.

Im September findet dann ein Abschlussworkshop statt, um die Projekte zu optimieren und finalisieren.

Während der FridaysForFuture-Aktionswoche von 20. bis 27.09. können die Filme präsentiert und bereits weitere Storytelling-Projekte auf der Grundlage der gewonnenen Erfahrungen starten.

Zusätzlich zu dem Programm für die Jugendlichen bieten wir für den Stories4change-Workshop ein Training für potenzielle Facilitatoren weiterer derartiger Workshops an („We train the future future trainers“). Mehr dazu hier.

Facilitatoren

Wie machen wir Zukunft anders? Werde Stories4change-Begleiter*in

Erfolgreich durch Krisen gehen braucht Mut und Zuversicht. Die Klima- und Diversitätskrise stellt uns als Gesellschaft und als Individuen vor ungeahnte Aufgaben. Jetzt gilt es, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um an Lösungen zu arbeiten. Aber uns fehlen brauchbare neue Zukunftsbilder und attraktive Utopien. Deshalb  bringt die Jugendbewegung FridaysForFuture das Thema auf die Straße und zwingt damit Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft, genauer hinzusehen statt weiter auszuweichen.

Erkennen – Verstehen – Handeln: Mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals – SDGs) haben sich die Vereinten Nationen vor vier Jahren immerhin auf eine Richtung geeinigt. Jetzt gilt es, diese Ziele mit konkreten Schritten in unserem Leben zu verbinden. Unter dem Motto: Wie wir leben wollen – und können verbinden sich junge Aktivisten und solche, die es werden wollen, im Rahmen einer 3-tägigen Workshop-Reihe. Nach zwei Tagen inhaltlicher Auseinandersetzung mit Konzepten wie dem Ökologischen Fußabdruck und dem Guten Leben lernen die Teilnehmenden am Mittwoch, den 21.08.2019, 09:00-16:00 mit Stories4change-Gründer und Filmemacher Joerg Altekruse „positive Ausgänge aus aktuellen Dilemmata in verheißungsvolle Bilder zu packen und Lust auf Zukunft zu bekommen”. Mit einfachen Mitteln (Mobiltelefonen und freien Apps) können sie in Teams ihre Stories entwickeln und erzählen.

Nach dem Kick-Off erhalten die Teams unterstützendes Material und werden über Online-Webinare gecoacht und bei ihrem Storytelling unterstützt. Die Filme werden in einem Abschluss-Workshop am 21.09.2019 finalisiert und im Rahmen der FridaysForFuture-Aktionswoche gezeigt.

Begleitend zum Stories4change-Workshop bieten wir eine Einführung für potenzielle Facilitatoren und Lernbegleiter solcher Workshops an. Dieses Angebot richtet sich vor allem an interessierte Eltern, Lehrende, Studierende, NGO-Vertreter*innen, Umweltaktivist*innen, Wissenschaftler*innen und auch an die Jugendlichen selbst. Als Facilitator seid ihr Teil des Kick-Off-Workshops und einer direkt anschließenden Coaching-Session mit Joerg Altekruse (16:30 – 18:30). Anschließend seid ihr eingeladen, euch über eigens konzipierte Online-Webinare für Facilitators auszutauschen. Dabei geht es weniger um technische Fertigkeiten (das machen die jungen Leute selbst) als um die aufmerksame Begleitung ihrer Lern- und Erforschungsprozesse. Ihr lernt dabei, in eurer eigenen Arbeit und Organisation Storytelling-Elemente als neue Tools zu integrieren. Wer mehr möchte (z.B. als Hochschullehrender Lernprozesse entsprechend anzustoßen), hat dazu im Rahmen einer ausführlicheren Fortbildung die Möglichkeit.

WAS: Multiplikator*innen-Training für potenzielle Story4change-Facilitators
WANN: Mittwoch, 21.08.2019, 09:00 – 18:30 (+ Online-Folgeangebote über die nächsten vier Wochen)

Einladung als PDF

Zielgruppen

Der Workshop richtet sich an Jugendliche der FridaysForFuture-Bewegung, Extinction Rebellions und andere engagierte Menschen sowie „MultiplikatorInnen“, die in Zukunft dieses Wissen weiter geben möchten.

Das Facilitatoren-Training des Story4change-Workshops richtet sich vor allem an interessierte Eltern, Lehrende, Studierende, NGO-Vertreter*innen, Umweltaktivist*innen, Wissenschaftler*innen und auch an die Jugendlichen selbst. Mehr dazu hier.

Wer wir sind

Der Krumbacher Kreis entstand als Initiative von zunächst 5 nachhaltigkeitsbewegten Menschen bei einer spontanen Klausur im Sommer 2019 in Krumbach in der buckligen Welt mit dem Ziel, jahrzehntelang angesammeltes Wissen und Erfahrung weiter zu geben und so wirksam werden zu lassen.

Gründungsmitglieder sind:

  • Wolfgang Pekny
  • Fritz Hinterberger
  • Ilse Kleinschuster
  • Harald Orthaber
  • Georg Pleger
  • Alfred Strigl

Partner

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